Angelsportverein Werne - Lippetal e. V.

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Fangmethoden

Liebe Angelfreunde,

auf dieser Seite stellen wir mögliche Fangmethoden dar. Diese Seite richtet sich an diejenigen Angelfreunde, die mit dem Angelsport kürzlich begonnen haben und noch keine Erfahrung besitzen. Diese Seite soll auch als Unterstützung für die waidgerechte Zusammenstellung des Angelgerätes dienen.

 

Allgemeine Hinweise

Vor dem Angeln sind Schnur, Knoten und Vorfach auf eventuelle Beschädigungen zu überprüfen. Schadhafte Teile sind auszutauschen. Die Schnurtragkraft muss an die zu erwartenden Fische angepasst sein. Wichtig ist auch, dass die Bremse der Stationärrolle so eingestellt ist, dass es nicht zum Schnurbruch kommt, falls doch einmal ein stärkerer Fisch angebissen haben sollte. Nach dem Drill wird der Fisch mit dem Kescher aus dem Wasser gehoben. Für Hechte gibt es auch spezielle Landewerkzeuge, z. B. den "Safe Grip" von Perca, womit der Hecht schonend aus dem Wasser gehoben werden kann, aber auch wieder schonend zurück gesetzt werden kann. Danach wird der Fisch  vermessen, falls es für die gefangene Fischart ein Mindestmaß geben sollte. Wenn der Fisch das Mindestmaß erreicht hat, wird er mit dem Schlagholz / Fischtöter durch einen Schlag auf den Gehirnschädel betäubt und dann durch einen Herzstich waidgerecht getötet. Anschließend wird der Haken mit geeignetem Hakenlösewerkzeug entfernt. Fische, die das Mindestmaß noch nicht erreicht haben oder in der Schonzeit gefangen werden, müssen wieder schonend in das Gewässer zurückgesetzt werden. Diese Fische dürfen nur mit nassen Händen angefasst werden, um die Schleimhaut nicht zu verletzen. Schon beim Anlanden ist darauf zu achten, dass der Fisch nicht z. B. auf trockenen Sand abgelegt wird. Viele Fische überleben Schleimhautverletzungen nicht, da die verletzten Stellen schnell verpilzen. Bei jedem Fische, der zurück gesetzt wird, ist der Haken mit größter Vorsicht zu entfernen. Fische, die zu Hause verwertet werden sollen, werden nach dem waidgerechten Töten z. B. in unsere Kühltasche verpackt. Das Verwenden von Setzkeschern ist sehr umstritten. Es gibt in NRW zur Zeit noch keine eindeutige Gesetzgebung. In anderen Bundesländern, z. B. in Hessen ist der Einsatz von Setzkeschern eindeutig per Gesetz geregelt. 

Als waidgerechte Angler müssen wir immer darauf achten, dass wir das notwendige Zubehör zum Landen und zur Weiterversorgung der Fische dabei haben. Es müssen also ein geeigneter Kescher, ein Maßband, ein Schlagholz / Fischtöter, ein Messer und ein Hakenlöser mitgeführt werden. Wenn wir mit Kunstködern und Drillingshaken oder mit großen Einzelhaken Raubfische angeln, verwenden wir für das Lösen der Haken stabile Lösezangen. Für den Fang von Hechten ist zusätzlich noch ein Rachensperrer erforderlich, um gefahrlos den Haken entfernen zu können. Dass wir die notwendigen Angelpapiere, also Fischereischein und Erlaubnisschein, dabei haben, sollte selbstverständlich sein.

Sonstiges Zubehör, was man noch mitnehmen sollte, sind z. B. Rutenständer, Anglerstuhl und Gerätekasten mit Ersatzposen, Vorfächern, Bleischrot, Flachzange für Bleischrote, Ersatzwirbeln und Alternativködern. Je nach Witterung sollte auch an Kühlmöglichkeiten für die gefangenen und getöteten Fische gedacht werden, denn es ist äußerst ärgerlich, wenn wir bei heißem Wetter einen guten Angeltag haben, aber unsere Fänge nicht ordentlich kühl halten können und am Ende unseres Angeltages einen großen Teil unseres Fanges entsorgen müssen, da er verdorben ist. Daher bei entsprechender Witterung immer an eine Kühltasche mit einigen Kühlakkus denken. In dieser Tasche können wir natürlich auch unsere Kaltgetränke kühlen.

Als Angler denken wir auch an den Wetterschutz für uns. Das können entsprechende Kleidungsstücke sein, wie Regen- oder Kälteschutzkleidung und Stiefel, aber auch Zubehörteile, wie Anglerschirm oder Schirmzelt. Sinnvoll sind bei entsprechender Witterung auch Hilfsmittel, wie Sonnenschutzcremes oder Mückenschutzflüssigkeiten zum Auftragen auf die ungeschützte Haut.

Um bei Notfällen schnelle Hilfe anfordern zu können, ist die Mitnahme eines Mobiltelefons immer richtig. Mit dem Telefon können wir auch Angelkollegen um Hilfe bitten, wenn wir mal den ganz großen Fang am Haken haben und z. B. zur Landung des Fisches Unterstützung benötigen sollten. Da man sich selbst beim Angelsport verletzen kann, sei es durch Angelhaken oder durch das ungeschickte Hantieren mit dem Messer, kann man seinen Gerätekasten noch zusätzlich mit einfachen Verbandmaterialien ausstatten. Verletzen kann sich der Angler aber nicht nur an seinen Gerätschaften. Die Zähne von Hechten oder die harten Flossenstrahlen der ersten Rückenflosse von Barsch und Zander können bei unsachgemäßem Anfassen dieser Fische auch Verletzungen verursachen.

Da wir uns als Naturschützer verstehen, nehmen wir am Ende unseres Angeltages auch sämtlichen von uns produzierten Müll mit, angefangen von abgeschnittenen, beschädigten Angelschnüren über leere Madendosen bis hin zu leeren Getränkeflaschen. Der Müll wird dann zu Hause entsorgt.